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StandardobjektivDie Fotografie hat sich im Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert entscheidend verändert. Die Digitalisierung des Mediums Film hat neues Interesse geweckt und einen Ansturm auf die technischen Geräte nach sich gezogen. Noch nie wurden in der Geschichte der Menschheit so viele Fotos wie heute gemacht.

Geknipst wird wie immer, der Mechanismus hat sich hingegen verändert. Heute muss kein Film mehr per Hand weitergedreht oder das belichtete Filmmaterial vorsichtig gewechselt werden. Sechsunddreißig Bilder erscheinen in Zeiten von bis zu 10 Gigabyte großen Speichermedien für die digitalen Bilder nahezu niedlich.

Das Prinzip herkömmlicher und digitaler Fotografie ist dabei das gleiche. Beide speichern optische Informationen auf einem lichtempfindlichen Medium. Die Emulsion chemischer Veränderungen, die bei der Technik der herkömmlichen Fotografie einen Bildausschnitt verewigt, steht einem in der Digitalfotografie benutzen CCD-Sensor gegenüber.

CCD-Sensor

Der Sensor wandelt das durch die Kamera eingefangene Licht in eine elektrische Ladung um. Mithilfe in einer Gitterstruktur angeordneter lichtempfindlicher Zellen (rot, blau, grün) gelingt es die auftreffenden Lichtmengen in elektrische Ladung umzuwandeln. Im Gegensatz zur Fotofilmkamera finden die drei elementaren Schritte der Information, der Entwicklung und des Speicherns in der Kamera statt. Die Entwicklung des ‘Films’ ist ein sog. Quantifizierungsprozess, d.h. jedes elektrische Signal, das aus der Zelle gesendet wird, bekommt einen Zahlenwert, welcher bspw. auch Licht- und Farbwerte beinhaltet. Dies ist für die Darstellung des Bildes durch den Kameraprozessor notwendig, welcher diese Zahlen versteht und die digitalen Informationen als Bild darstellen kann. Die Exaktheit des Rechenvorgangs ist dabei entscheidend für die Bildqualität.

Der letzte Schritt ist das Speichern der Informationen, was auf einem Kamera eigenen Speichermedium geschieht (bspw. CompactFlash, SmartMedia, MicroDrive, MemoryStick,SD-Speicherkarten). Dabei werden die Informationen zuvor im Arbeitsspeicher (RAM) zwischengespeichert. Je schneller dieser Speicher arbeitet, desto besser die Kamera und umso weniger lang dauert die Weiterverabeitung.

Analog und digital

Die technische Entwicklung der digitalen Kameras ist mittlerweile so fortschrittlich und die Nachfrage danach so groß, dass sogar die fortschrittlichsten und anwendungsfreundlichsten Kamerakonstruktionen – die digitalen Spiegelreflexkameras – für den privaten Einsatz finanzierbar sind. SpiegelreflexkameraAllen Kritikern des digitalen Mediums zum Trotz, vereint die Technik vielmehr Altes und Neues, als dass von einem Untergang des konventionellen Fotografierens gesprochen werden kann. Die Praxis wurde wiederbelebt und hat vielen Menschen neuen (kreativen) Zugang zur Fotografie ermöglicht.

Alle, die immer noch der konventionellen Fotografie vertrauen, finden den passenden Alurahmen im Spezialshop.

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